Kleider bei Studio 28 Couture designen Der amerikanische Anbieter Studio 28 Couture Inc. bot den Internetnutzern eines der ersten Online-DesignTools für individuelle Kleider. Doch anscheinend lief das Geschäft nicht so gut, denn die Webseite ist mittlerweile offline und die Domain wurde von Jemandem übernommen, der bislang keine Anstalten macht, das Geschäft fortzuführen. Aktuell sind leider nur noch automatisch generierte Werbebanner auf der Seite zu finden.

Eigentlich ist diese Entwicklung erstaunlich, wenn man bedenkt, dass die Gründerin Andrea Marron 2008 ein Jahr nach der Gründung von der Business Week als eine der 25 besten, jungen, amerikanischen Unternehmer/innen präsentiert wurde. Laut einem Update von 2009 begann das Geschäft im Jahr 2007 glänzend, nachdem Berichte darüber bei „DailyCandy“ und „People“ erschienen sind. Um mit dem Ansturm fertig zu werden, wurden anscheinend drei zusätzliche Näherinnen engagiert und für 2009 wurden die ersten Gewinne prognostiziert. Pro Kleid soll die Gewinnmarge 100 bis 130 US-Dollar betragen haben, was bei Verkaufspreisen von rund 200 US-Dollar ja teilweise mehr als die Hälfte ist und daher nicht zu knapp erscheint.

Studio28Couture BestYoungEntrepreneurs ScreenshotAllerdings soll die Anzahl der Bestellungen durch die Finanzkrise zurückgegangen sein und so wurden günstigere Kleider aus Jersey Knit eingeführt, die schon ab 60 US-Dollar erhältlich waren. Angeblich wollte Andrea Marron ihren Online-Shop eigentlich noch überarbeiten und verbessern, doch dazu scheint es nicht mehr gekommen zu sein. 2010 wirkte das Design meiner Meinung nach bereits etwas angestaubt und hier und da fanden sich auch ein paar nicht mehr funktionierende Links, die ins Leere führten.

Die Auswahlmöglichkeiten im Kleider-DesignTool von Studio 28 Couture waren zwar recht vielfältig, allerdings ein wenig umständlich zu bedienen. Je Kleid gab es vier Teile: Oberteil, Unterteil, Ärmel und Verzierungen. Hatte man sich im ersten Schritt für einen Stil entschieden, konnte man in den nächsten Schritten für jedes der einzelnen Teile die gewünschte Farbe auswählen.

2010 waren bei Materialien und Stoffen nur noch Baumwolle oder Jersey Knit verfügbar, wobei das selbstdesignte Kleid immer noch bis zu 200 US-Dollar kosten konnte, wenn man durchgängig die teuersten Varianten wählte.

Screenshot der Startseite von Studio 28 Couture Screenshot des Studio 28 Couture DesignTools